Erde sauer machen

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Wie mache ich saure Erde?

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Ein saurer Boden ist für viele Pflanzen wichtig, um artgerechte Standortbedingungen zu ermöglichen, die den Wuchs verbessern und die Gesundheit des Gewächses erhalten.

Daher muss der Gärtner von selbst nachhelfen und den pH-Wert senken. Wer dabei auf Torf verzichtet, kann von anderen Methoden profitieren. Jede Pflanze benötigt eine andere Form der Erde, in welcher sie sich wohlfühlt. Das wird vor allem definiert durch die natürliche Verbreitung der Art, die die dort anzutreffenden Böden ihr Eigen nennt.

Es finden sich daher eine Vielzahl von Blumen und fruchttragenden Pflanzen, die einen sauren Boden bevorzugen, der in Deutschland und allgemein Mitteleuropa nur schwer gegeben ist. Kalk ist hier einer der Hauptverantwortlichen, da Kalk den pH-Wert des Bodens anhebt und somit für ideale Voraussetzungen für die heimischen Obst- und Gemüsesorten bietet. Dennoch sind vor allem einige Pflanzen, darunter Moorbeetpflanzen, auf einen pH-Wert von unter 5,5 angewiesen, darunter die Folgenden.

Ein saurer Standort wird typischerweise durch die Zugabe von Torf erzielt, doch verzichten immer mehr Gärtner auf die Nutzung dieses organischen Sediments, da es ökologisch bedenklich ist. Aus diesem Grund finden sich zahlreiche Alternativen und Methoden, um den Boden im pH-Wert zu senken und dabei nicht auf Torf setzen zu müssen. Aufgrund der Essigsäure werden wichtige Mikroorganismen abgetötet, die essentiell für das gesunde Wachstum der Pflanzen sind.

Da in Deutschland Erdboden kaum sauer ist, lohnt es sich trotzdem vor der Nutzung einer Torfalternative den pH-Wert des Standorts zu ermitteln.

Dadurch haben Sie einen Überblick, wie sauer, alkalisch oder ideal Ihr Boden ist und können dadurch die Dosierung des Mittels zur Säuerung genauer bestimmen. Dafür werden folgend aufgeführte Methoden angeboten. Diese werden wie folgt beschrieben genutzt.

Diese Variante ist ähnlich wie die Teststreifen, doch genauer und dauert auch etwas länger. Zudem ist sie mit mehr Utensilien verbunden, die schon alle in dem Kit vorhanden sind. Die Anleitung wird nachfolgend beschrieben. Der Essig und Säure Test ist die Variante mit den ungenauesten Ergebnissen, gibt jedoch einen recht guten Überblick darüber, ob Ihr Boden sauer oder basisch ist.

Hinweis: Je höher der Wert in die basische Richtung geht, desto mehr von der Behandlung wird benötigt, um den Boden saurer zu machen. Das kann je nach genutztem Mittel mehrere Wochen dauern.

Natürlich können Sie natürlich auch den Weg über eine professionelle Bodenanalyse gehen, was jedoch mit höheren Kosten verbunden ist. Dafür schicken Sie einfach eine Bodenprobe an ein Labor, das sich auf diese Form von Analyse spezialisiert hat. Sie erhalten danach eine genaue Angabe über die vorliegenden pH-Werte und können demnach das passende Mittel zur Bearbeitung nutzen. Kosten belaufen sich hier je nach Labor auf 50 bis 80 Euro.

Es empfiehlt sich, vor der Nutzung einer Torfalternative, die eigene Erde im Garten zu checken und somit ein genaueres Bild von der notwendigen Zugabe zu erhalten.

Hierbei finden sich zwei bestimmte Bodenarten, die unterschiedlich behandelt werden müssen. Während ein loser Boden, der über eine effektive Wasseraufnahme- und Abgabe verfügt, am besten mit organischen Materialien angereichert wird, sieht das bei dichten Lehmböden ganz anders aus.

Hier würde organisches Material die Erde alkalischer machen und somit das genaue Gegenteil von dem bezwecken, was gewünscht ist. Mineralische Materialien müssen hierfür genutzt werden, damit der verdichtete Boden angepasst, aber nicht in seiner Zusammensetzung verändert oder gar nachhaltig vermindert wird. Torf ist nicht das einzige Material, über das Sie den pH-Bodenwert senken können. Die Natur stellt eine Vielzahl von Materialien zur Verfügung, die saure Eigenschaften haben und über einen Zeitraum von mehreren Tagen bis Wochen effektiv den Boden bearbeiten.

Sie haben den Vorteil, dass sie dabei nicht die sensiblen Moore zerstören, aus denen die Torferde gewonnen wird. Selbst kleine Mengen dieses Sediments tragen zur Zerstörung wichtiger Lebensräume von Flora und Fauna dar und daher sind die folgenden Alternativen zu nennen, die sich hierfür ebenso gut eignen, ohne dabei schädlich für die Umwelt zu sein. Bei Traubentrester handelt es sich um die festen Rückstände gepresster Trauben in der Weinherstellung. Die pflanzlichen Rückstände der Weine sind ein hervorragendes Material für das Senken des pH-Bodenwertes, da sie reine Traubensäure und Gärstoffe enthalten.

Da die Trester nicht künstlich hergestellt werden, können sie die Säure problemlos an den Standort abgeben, ohne dabei wichtige Mikroorganismen zu zerstören. Einfacher wird es hier mit Nadelerde. Unter Nadelerde wird die Erde in direkter Umgebung von Nadelbäumen verstanden. Nadelbäume haben die Eigenschaft, Böden zu säuern und aus diesem Grund lohnt es sich, wenn Sie die Nadelerde rund um den Stamm nutzen. Sie können problemlos mit der Gartenerde von der Pflanzstelle die ausgehobene Nadelerde um den Nadelbaum auffüllen.

Sie können auch einfach ein Kompost aus Eichenlaub wählen. Selbst kleine Mengen dieses reinen Komposts wirken stark und nicht negativ auf die Erde. Zudem ist Eichenlaub problemlos in Deutschland zu bekommen, vor allem wenn Sie selbst eine Eiche im Garten haben. Diese Mulchschicht besteht aus einer Mischung von zerkleinertem Nadelholz unterschiedlicher Arten und ebenfalls Eichenlaub. Die Eigenschaften der Nadelbäume sind selbst über das Holz wirksam und werden verstärkt über das Eichenlaub.

Tragen Sie diesen Mulch in einer Dicke von fünf Zentimeter auf den Standort oder den Boden auf und düngen Sie zusätzlich mit einem organischen Stickstoffdünger. Hierfür eignen sich vor allem Hornspäne. Hier ist der Kaffeesatz ein wichtiger Stoff, um die sauren Eigenschaften zu verbessern.

Zusammen mit dem Kaffeesatz kommen dabei zerkleinertes Nadelholz, die dazugehörigen Nadeln und zerhäckseltes Laub der Eiche zum Einsatz. Auch bei dieser Variante muss ein Dünger auf Stickstoff-Basis genutzt werden, um den Effekt zu verstärken und zugleich die Pflanzen mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen. Eisensulfat ist eine Alternative zu Torf, die sich vor allem für verdichtete Lehmböden nutzen lässt. Bei Eisensulfat handelt es sich nicht um einen organischen Stoff, sondern um ein Salz der Schwefelsäure.

Einziges Manko sind mögliche Rostflecken auf Klamotten und Wegen. Schwefel ist ein Element, das ebenfalls für verdichtete Böden nutzbar ist und dort über einen Zeitraum von mehreren Monaten wirkt. Schwefel sollte daher schon in der vorherigen Saison genutzt werden, damit im Folgejahr sofort die Erde zum Anpflanzen der Gewächse genutzt werden kann.

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